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Erstmals wurden die Perser nachweislich von den Assyrern in ihren Inschriften aus dem Jahre 843 v. Chr. erwähnt, wo sie in den nordöstlichen Teil Assyriens eindrangen. Die Perser, die sich selbst Artaioi nannten, waren die direkten Nachkommen der Aratti, eines arischen Volkes aus dem Osten des antiken Iran (wahrscheinlich die Region Sistan, im Grenzgebiet der heutigen Staaten Afghanistan und Iran). Ca. 1000 v. Chr. wanderten die Aratti in Persis ein (daher der moderne Name Perser). Nach ihrem Sesshaftwerden eroberten sie das Reich von Elam und lösten das medische Reich um 550 v. Chr. ab. Das Perserreich entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Zivilisationen in Vorderasien und prägte die Geschichte der Menschheit. Nach ihrer Niederlage gegen die Makedonen unter Alexander wurden einige Gebiete des Persischen Reiches durch die hellenische Kultur beeinflusst, die Kerngebiete der Perser waren davon jedoch nicht betroffen.

Das Wort Perser (persisch ‏فارسی‎ Fārsī) hat seinen Ursprung im Wort Persis, einer Region im Süden des heutigen Iran und einstiges Zentrum des persischen Weltreiches. Der heutige Name der entsprechenden iranischen Provinz Fars stellt die neupersische Form des Wortes dar.

Das Wort war ursprünglich der Name nur eines einzigen iranischen Stammes. Doch nach dem Siegeszug der Makedonen, die alle iranisch-stämmigen Menschen im Perserreich Perser nannten, wurde dieser Begriff immer mehr zur Selbstbezeichnung aller persischsprechenden Menschen der Region, die iranischer Abstammung waren.

Die Araber, die im 7. Jh. n. Chr. Persien im Zeichen des Islam eroberten, deren Sprache jedoch kein „p“ kannte, änderten das persische Pārsī zu Fārsī (in der heutigen persischen Form des arabisches Alphabetes ist wieder ein „p“ aufgenommen). Heute ist dieser Begriff sowohl der Name der Bevölkerung, als auch umgangssprachlich der Name der persischen Sprache.

Die Zugehörigkeit zu den „iranischen Völkern“ ist primär linguistisch definiert. Als „iranische Ethnie“ werden demnach Gesellschaften bezeichnet, die eine Sprache aus dem iranischen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie ererbt oder angenommen und weitergegeben haben. Durch diese rein linguistische Klassifikation werden Populationen anhand ihrer Sprache zusammengefasst, die sich in anderen Merkmalen deutlich voneinander unterscheiden können. Zu den Differenzierungsmerkmalen iranischer Ethnien untereinander zählen etwa verschiedene bzw. gemeinsame Wirtschaftsformen oder Mythologien sowie der unterschiedlich starke Einfluss nicht-iranischsprachiger Populationen.


Perser heute

Weltweit beträgt die Zahl der ethnischen Perser (einschließlich der Tadschiken) mehr als 60 Millionen. Etwa 50 Millionen Perser leben im Iran (ca. 65 % der Gesamtbevölkerung). In Afghanistan leben 10–15 Millionen Perser/Tadschiken (35–45 %), weitere 12–15 Millionen Tadschiken leben in Zentralasien. Sie sind das vorherrschende Volk im heutigen Iran, in Tadschikistan und unter Einschluss der muttersprachlich persischsprachigen Hazara auch in Afghanistan. Der ethnische Ursprung der Hazara ist hierbei strittig und wird in der Forschung verschiedentlich dargestellt. Bedeutende persische Gemeinden gibt es zudem in Bahrain, im Irak, in Usbekistan und seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges auch in Europa (dort etwa zwei Millionen) und in den USA, wo circa 1,2 Millionen Perser leben.

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